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KalkofenDie natürlichen Baukalke werden auf folgende Weise hergestellt:

Nachdem der kohlensaure Kalk (Kalkstein, CaCO3) aus dem Berg gebrochen wurde, wird durch Brennen das chemisch an den Kalk (Calciumoxid – CaO) gebundene Wasser (H2O) bei Rotglut, als auch die Kohlensäure (CO2) bei annähernder Weißglut (ca. 925° C) ausgetrieben. Das Brennen der Steine erfolgt unterhalb der Sintergrenze und je nach Kalkart in Ring- Schacht- oder Drehöfen. Als Brennmaterialien werden Holz, Koks, Braun- oder Steinkohle, Öl, Gas oder elektrischer Strom verwendet. Wichtig aber ist, dass der Brennstoff möglichst schwefelfrei ist, da sich sonst sehr leicht statt der Umwandlung in Branntkalk eine wenn auch nur teilweise, so doch sehr unerwünschte Gipsbildung ergibt. Zu empfehlen ist Holz oder Gas gebrannter Kalk. Der entstanden Branntkalk ist fast um die Hälfte leichter als der eingebrachte Kalkstein und hat um ca. 10-15% weniger Rauminhalt. Vor allem aber ist dieser gebrannte Kalk ein Stoff, der mit Wasser nur sehr vorsichtig zusammengebracht werden sollte.

Zum Kalklöschen gibt es zwei Verfahren. Das erste ist das sogenannte Trockenlöschen. Dabei wird dem Branntkalk nur soviel Wasser zugesetzt, dass er zu einem groben Pulver zerfällt, das anschließend fein gemahlen wird. Man brauchte diesen Kalk, Kalkhydrat (Weißkalk), vorwiegend für Maurerarbeiten und für einfache Putzarbeiten. Die Stuckateure nahmen lieber den nassgelöschten und eingesumpften Kalk, was das zweite Verfahren des Kalklöschens ist. Hierbei wird dem Branntkalk sehr dosiert Wasser zugeführt, bis ein cremiger Brei entsteht. Der so abgelöschte Kalk vergrößert dabei sein Raumvolumen durch Wasseraufnahme um gut das Zweieinhalbfache, je nach Frische des Branntkalkes. Nach dem Ablöschen wird der Löschkalk in speziellen Gruben gelagert, je länger, desto besser. Nach mehrjähriger Lagerung erhält der Sumpfkalk eine besondere homogene Struktur, was für Deckputze, fein ausgeglättete Putze und für Malereien wichtig ist.

Die erhältlichen Kalke werden nach ihren natürlichen Eigenschaften benannt, so z.B. Weißkalk, Graukalk, Wasserkalk. Daher kommt es, dass so viele Kalksorten im Handel sind. Nach DIN 1060 sind diese in zwei Hauptarten zusammengefasst: Luftkalke, die nur an der Luft erhärten (zu ihnen gehören der Weißkalk und der Sumpfkalk), und in wasserbindende Kalke, auch hydraulische Kalke genannt. Bei den hydraulischen Kalken treten zu den Grundstoffen der Luftkalke noch sogenannte Wasserbinder hinzu, die ihnen damit die Eigenschaft verleihen, sowohl unter Luftabschluss, als auch unter Wasser zu erhärten. Zu letzteren ist zu zählen: Wasserkalk, hydraulischer Kalk (früher auch Zementkalk genannt), hochhydraulischer Kalk und auch der heute kaum mehr verwendetet Mergelkalk (Ronanzement).

Vom Gehalt an Wasserbindern hängt die Löschbarkeit und Ergiebigkeit des gebrannten Kalkes wesentlich ab. Die Ergiebigkeit  ist um so größer, je geringer der Anteil an Wasserbindern ist. Wie wird der Kalk nun verarbeite? Er ist vielseitig einzusetzen: Als Mauermörtel, als Grundputzmörtel für Innen- oder Außenwände, als feiner Deckputz, ebenfalls für innen und außen, und als Innen- oder Außenanstrich, welchem verschiedene Farbpigmente beigemischt werden können. Mit Kalkputzen können verschiedene Strukturen erreicht werden. So gibt es z.B. den Besenwurf (auch Wormser genannt), den Kellenwurf fein oder grob, die Abkellung, den Stockputz, den fein geglätteten Putz oder fein abgeriebenen Putze. Zu den edelsten, Marmorähnlichen Putzen, gilt unsere Sumpfkalkglätte, die matt-weiß oder farbig verarbeitet werden kann. Neben der Struktur können die Putze auch farbig gestaltet werden durch das Beimischen von natürlichen Pigmenten oder fertig angemischt, eingefärbten Putzen. Die Kalkmörtel können bei uns bezogen werden und mit ein wenig handwerklichem Geschick selber verarbeitet werden. Wo auf Sumpfkalk verzichtet werden kann, ist das Arbeiten mit Kalkhydrat preisgünstiger, z.B. Mauermörtel und Grund- und Fertigputze. Bei der Altbausanierung sollten wieder die Materialien verwendet werden, die schon bei der Erstellung der Bauwerke verwendet wurden. Ein altes Lehmfachwerkhaus z.B. sollte wieder mit Lehm und Holz saniert werden. Wände, die mit Kalk verputzt waren, sollten wieder mit Kalkmörtel verputzt und ergänzt werden. Bei Natursteinhäusern ist es wichtig, sie mit Kalkmörtel auszufugen. Besonders vorsichtig ist der Anstrich auf den Kalkputz abzustimmen. Da ein falscher Anstrich die guten Eigenschaften des Kalkes zerstören kann, ein natürlicher Anstrich ist nötig, Wählt man bei Natursteinen, Sandsteinen, Ziegelsteinen oder Holz einen Putz der abdichtet oder zu hart ist können diese über Jahrzehnte zerstört werden oder verfaulen.

Der reine Kalkputz schützt den Lehm, die Natursteine und das Holz. Kalk kann als völlig unbedenklicher Baustoff angesehen werden, der später problemlos entsorgt werden kann. Kalk ist alkalisch, was sich spürbar in einem besseren Raumklima äußert.

Vorteile auf einen Blick:

-Kalk ist dampfdiffusionsoffen und so feuchtigkeitsregulierend


 -Kalk ist alkalisch und wirkt so auf die Raumluft desinfizierend

 -Kalk ist resistent gegen pflanzliche und tierische Schädlinge

 -Kalk ist nicht brennbar und trägt so zum Brandschutz bei

 -Kalk ermöglicht wegen seiner hohen Dichte gute Schalldämpfung

 -Als subjektive Vorteile sind die schöne Oberfläche und Wandästhetik zu nennen

-Idealer Schutz für Ziegel-, und Natursteinmauerwerk, für Holz und Lehm, in Alt- und Neubau

 -Adsorption von Gasen/Dämpfen (Bindung von Schadstoffen, Beseitigung unangenehmer Gerüche)

 -Kalk verursacht geringe Umweltprobleme (Gewinnung regional, niedrige Transportkosten, Energiebedarf gering, Rückkehr in den Naturkreislauf indirekt durch Kompostierung bzw. als Molchauftrag oder direkt als Düngemittel und zur Entsäuerung des Bodens).

 -Sehr große Kalkvorkommen in Deutschland

 -Unsere reinen Kaulbaustoffe sind baubiologisch empfehlenswert

 
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